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Einrichtungsvorstellung: Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow (1. Teil)
Rendsburg, 12.07.2010


Der Leitspruch des Lebenshilfewerks Mölln-Hagenow lautet: „Wir stehen für Inklusion. Wir leisten Integration“. Dabei stehe „Inklusion“ als Begriff für ein Wertemodell und die persönliche Haltung, die hinter der Arbeit und der Zielsetzung des Lebenshilfewerks stehe. „Integration“ sei ein Ausdruck für die „aktiven Angebote“, die gemacht würden, um letztlich die gesellschaftliche Inklusion der im Lebenshilfewerk tätigen Menschen mit Behinderung, aber auch von alten Menschen und Kindern zu erreichen.

Ausgesprochen erfolgreich laufe seit zehn Jahren das Projekt „Begegnungen“, welches in allen Standorten des Lebenshilfewerks umgesetzt würde. Diesem Projekt war ein Brandanschlag auf eine Urlaubergruppe aus Menschen mit Behinderung vorausgegangen, den Hans-Joachim Grätsch, der Geschäftsführer des Lebenshilfewerks Mölln-Hagenow, als Anlass für einen runden Tisch mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik genommen habe, um das Thema der „Integration“ lokal fest zu verankern und um Vorurteile zwischen den Bewohnern und den Menschen mit Behinderung durch persönliche Begegnungen abzubauen. Dabei gehe es laut Frau Franksen vor allem darum, „sich gegenseitig kennen zu lernen und Spaß miteinander zu haben“. Das Projekt finde im Schwerpunkt in den Schulen statt, wo Menschen mit Behinderung am Unterricht teilnehmen würden, während die Schüler ihrerseits in den Werkstätten für ein bis zwei Tage mitarbeiten würden. Es sei dadurch zu festen freundschaftlichen Kontakten gekommen.

Außerdem seien die Menschen mit Behinderung mittendrin im örtlichen sozialen Leben, da sie an vielen größeren Festen beteiligt seien, wie zum Beispiel dem Altstadtfest in Mölln, wo das Lebenshilfewerk eine Live-Bühne aufgebaut hatte, es Handwerk aus den Werkstätten zu bewundern gab, einen Gottesdienst unter freiem Himmel sowie ein Kochduell mit der Sterneköchin Cornelia Poletto. Die Angebote des Lebenshilfewerks gehörten mittlerweile fest mit zum Kulturprogramm der Stadt und bekämen immer wieder positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Seit eineinhalb Jahren werde auch die Möllner Schulberg-Mensa, die von vielen der Schüler genutzt wird, vollständig vom Lebenshilfewerk betrieben, wobei es ebenfalls tagtäglich neue Begegnungen zwischen den Schülern und den Menschen mit Behinderung gäbe. Gelungene Inklusion, die dem Lebenshilfewerk auch den Bundes-Städtepreis eingebracht hat.


Einrichtungsvorstellung: Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow (2. Teil) .

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