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Einrichtungsvorstellung: Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow (2. Teil)
Rendsburg, 12.07.2010


In diesem von Akzeptanz geprägten Umfeld fühlen sich auch die beiden Interviewten Dunja und Alexandra sehr wohl. Sie hätten hier sofort Freunde gefunden und seien ebenfalls eng miteinander befreundet und in den Pausen treffen sich beide gern mit ihren Kollegen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und etwas darüber zu erfahren was zum Beispiel bei den Hauswirtschaftlern passiert. Die Hauswirtschaft habe beim Altstadtfest übrigens Kuchen verkauft.

Beide arbeiten im Büro und am Empfang des Lebenshilfewerks. Dunja ist seit zwölf und Alexandra ist seit drei Jahren in Mölln im Büro tätig. Zuvor war Alexandra in der Metallgruppe, aber die Büroarbeit sei ihr lieber. Zu den vielfältigen Aufgaben der beiden gehören der Telefondienst, die Ablage, die Verteilung der Entgelte, das Stempeln von Essensmarken, die Postverteilung, das Frankieren, der Empfang und die Information von Besuchern sowie die Begleitung von Kunden der Werkstatt über das Gelände. Ihr Arbeitstag beginnt um 7.30 und dauert bis 16 Uhr. Am Freitag ist bereits um 12 Uhr Feierabend. Sie sagen einstimmig, dass sie ihre Arbeit mögen, weil diese „ruhig“ sei, es „gute Kolleginnen“ gäbe und „die Atmosphäre angenehm“ sei.

In ihrer Freizeit hört Dunja gern Musik, surft im Internet, trifft sich mit Freunden, geht Shoppen oder Kaffee trinken. Alexandra bummelt gern, trifft Freunde oder geht nach Lübeck essen.

Während Alexandra in einer Wohngruppe des Lebenshilfewerks, auf der anderen Straßenseite, gleich ihrem Arbeitsplatz gegenüber, ein Zimmer hat, wohnt Dunja zuhause. Auch in der Wohngruppe habe Alexandra eine Freundin gefunden und fühle sich dort sehr wohl.

Stolz ist Alexandra auf ihre Arbeit: „So ein guter Job.“ Außerdem darauf, dass sie mit Krücken gehen kann. Dunja sagt, stolz mache es sie, „eigenes Geld zu verdienen“, da „man damit machen kann, was man will.“

Wichtig im Leben sei es laut Dunja, zu wissen, „wo man hingehen kann, wenn man Probleme hat“, die Familie und die Freunde und „jemanden zum Zuhören zu haben“. Alexandra sind ihre langjährige Beziehung sehr wichtig, Freunde und Familie und, „dass ich weiß, wo ich mein Herz ausschütten kann.“ Beide sind sich erneut darin einig, dass das Leben ohne das Lebenshilfewerk wesentlich schwieriger, langweiliger und viel weniger geregelt wäre. Gerade ihre Arbeit, ihr damit verbundenes eigenes Einkommen und die eigene Unabhängigkeit seien ihnen sehr wichtig. Dadurch würden sie selbstbewusster werden und hätten etwas Sinnvolles tun, was ihnen viel Spaß mache.


Einrichtungsvorstellung: Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow (1. Teil) .

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